Theader im Rathaus

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Über die nächste Vorstellung

(folgt)

Beshno Az Ney . . .: So wars

Die Rheinpfalz, 29.4.2017, Bericht von Lea Ochsner:

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Die Geschichte eines syrischen Mädchens wird von Anja Kleinhans, die auch Autorin des Stückes ist, eindrucksvoll geschildert. Ein fiktives Einzelschicksal, das in der Gegenwart beginnt und in der Zukunft endet.

Sie erzählt von der einst bunten Heimat Syrien und dem verträumten Spiel eines Kindes mit dem “Kaleidoskop der Murmel”, den bunten Farben auf den Märkten, dem Duft nach Jasmin in den Straßen, Liebe, Freude, Tanz. Aber auch von den Grauen des Krieges, den Taliban, Gewalt, Flucht, Tod. Sie beschreibt Schmerz und Tod auf der Flucht, ausgeliefert an Schlepperbanden, die verzweifelten Versuche des Vaters, seine Kinder in Sicherheit nach Europa zu bringen. Dort allerdings angekommen erwartet sie 20170427 Beshno Az Ney-001Fremdenfeindlichkeit, Bürokratie und eine überforderte Gesellschaft. Wir sind im Jahr 2026 angekommen. Düster malt Kleinhans die Situation in der Zukunft aus, den möglichen Zerfall von Moral und Anstand, und rechnet mit den Religionen und der “scheinheiligen Wachstumsgesellschaft”, die das Mädchen über Alkoholabhängigkeit in die Psychiatrie trieb, ab. Trotz – oder gerade wegen? – der widrigen Umstände kämpft das Mädchen, wird als Flüchtling anerkannt, studiert in Deutschland Jura und erhält schließlich auch die Deutsche Staatsbürgerschaft. 20170427 Beshno Az Ney-002Musikalisch untermalt Mehmet Ungan auf Ney (Rohrflöte) und Oud (Kurzhalslaute) mit melancholischen Liedern die Geschichte, die zwischen tragisch, komisch, romantisch und grauenvoll schwankt.

Die Geschichte beschreibt, wie unsere Welt einmal aussehen könnte. Sie ist ein Aufruf, aktiv Einfluss zu nehmen. Eine Fiktion. Über die Realität in der Zukunft entscheiden wir . . . Jetzt. So tanzte auch das Publikum am Ende auf die Klänge der Oud und aß „mutige Feigen“.20170427 Beshno Az Ney-003

 

“De kläne Prinz”. . .: So wars 2017

Aufgrund der hohen Nachfrage bei der Premiere im Januar letzten Jahres gab es nun nochmal eine Vorstellung des “kläne Prinz”. De kläne Prinz-01Annemarie Kabs begrüßte die Zuschauer im erneut fast ausverkauften Rathaus im Namen von “Bürger für Bürger e.V.”.

Wieder flogen Christian Birko-Flemming und Anja Kleinhans vom “Theader Freinsheim” im Tiefflug über die Wüste: Aufgrund der De kläne Prinz-02neuen (erhöhten) Bühne allerdings, die von Walter Bissinger speziell für die Theateraufführungen im Harxheimer Rathaus gebaut wurde, fand der “Flug” nur sehr knapp unter der Decke des kleinen Raumes statt.

Anja Kleinhans beschreibt das Stück von Antoine de Saint-Exupéry, das in der Bühnenfassung des TheaderFreinsheim mit pfälzischem Zungenschlag vorgetragen wird, wie folgt:

“Ein Pilot stürzt in der Sahara ab. Während er versucht, den Motor seines Flugzeugs wieder in Gang zu bringen, macht er die Bekanntschaft des kleinen Prinzen, der von seinem Stern auf die Erde gekommen ist, um Freunde zu finden. Auf dieser Suche lernt der kleine Prinz so allerlei von unseren menschlichen `Macken´ kennen, aber er findet auch Freunde … einen Fuchs z.B., oder den Piloten und letztendlich kehrt er mit einer ganz wichtigen Weisheit auf seinen Planeten und zu seiner Rose dort zurück, von der er jetzt weiß, dass sie einzigartig ist auf der Welt.”

Jeda, der Schneemann . . .: So wars

Der Schneemann blieb cool, die Kinder schmolzen!

Eine kindgerecht gespielte Geschichte, in der Jeda, der Schneemann (gespielt von Anja Kleinhans), unbedingt einmal einen Sommer erleben will und beschließt, nicht zu schmelzen. Die anderen Schneemänner und Schneefrauen, wie zum Beispiel “Gurke” und 20170212 Jeda-001seine Freundin “Aubergine” sind schon geschmolzen, “im Eimer”. Aber Jeda trinkt Eistee und hält sich so kühl. Eistee ist “cool”. Allerdings sind die Vorräte begrenzt. Und aufregen darf er sich auch nicht, denn das führt zu gefährlicher Erhitzung und erhöhtem Eistee-Bedarf. Aber angeln entspannt, und so angelt er eines Tages ein Ei aus dem Wasser.20170212 Jeda-003 Gemeinsam mit den Kindern im Publikum findet Jeda heraus, was in dem Ei ist und die Überraschung ist groß.20170212 Jeda-004

Die poetisch-humorvolle Geschichte von Mark Wetter und Paul Steinmann beschreibt den Kreislauf des Lebens, das Vergehen und das Werden. Die Grenzen zwischen dem Unmöglichen und dem Möglichen verschmelzen.

Das kunstseidene Mädchen . . .: So wars

Beeindruckende Theatervorstellung im Rathaus Harxheim

Mit dem Schauspiel „Das kunstseidene Mädchen“ nach einem Roman von Irmgard Keun startete das Rathaustheader in Harxheim in die neue Saison 2017. Das Rathaustheader fungiert als Außenstelle des TheaderFreinsheim. Das Stück spielt in der Vorkriegszeit der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Ein junges Mädchen namens Doris möchte dem tristen Alltag als Sekretärin eines Rechtsanwalts entfliehen. Sie hat die Sehnsucht und den Herzenswunsch, ein “Glanz“ zu werden, d.h. ihre Träume und Leidenschaften zielen auf ein Leben wie im Film oder auf einer großen Bühne ab. Der Wunsch nach Akzeptanz und Erfolg zwingt sie zu immer neuen Unternehmungen. Sie nutzt nicht zuletzt die Waffen der Frau – hat aber damit nur bedingt Erfolg. Schließlich erhält sie mithilfe eines Tricks eine kleine Rolle und wird in die Schauspielschule aufgenommen. Um auch ihr Äußeres an die neue Situation anzupassen, stiehlt sie als Garderobiere einen Pelzmantel. Aus Angst , erwischt zu werden, flieht sie nach Berlin in eine für sie neue Welt der Großstadt, der Lichtreklamen, Bars und Varietès, Sie versucht dort ihre Träume zu erfüllen. Ständig ist sie auf der Suche nach Anerkennung und Liebe, doch alle Versuche sind zum Scheitern verurteilt. Sie lebt mehr oder weniger mittellos am Rand der Gesellschaft. Hunger und Leid wechseln sich ab mit kleinen Gesten von Hilfsbereitschaft. Diese erfährt sie von Menschen, denen es genau so schlecht geht wie ihr. Sie erzählt von Tilli, bei der sie vorübergehend wohnen kann, von Herrn Benner, der „im Krieg blind geschossen wurde“, von einem Jungen mit dem Pappkarton, der seine Brote mit ihr teilt. Bei ihm konnte sie sich nur mit ein paar Pfennigen und ihrer eigenen Spucke bedanken, dem einzigen, was ihr geblieben ist. Am Ende sinniert sie über das Glück, das ihr leider versagt blieb.

Die Schauspielerin Anja Kleinhans versteht es meisterhaft, das Publikum in der heimeligen Wohnzimmeratmosphäre des antiken Rathäuschens ohne viele Requisiten in ihren Bann zu ziehen. Sie benötigt eigentlich nur einen alten Koffer, gefüllt mit einem Pelzmantel einer „dicken reichen Frau, die nach Bank roch“, einem schwarzen Tagebuch mit weißen Tauben drauf, in dem ihre naiven Gedanken aufgezeichnet sind und einem Glas Cognac, mit dem sie letztlich ihren Kummer ertränkt. Ihre Stimme variiert mal kindlich naiv, mal sehnsuchtsvoll, dann wieder verzweifelt und verbittert. Mehr braucht es nicht für eine starke Inszenierung. Der Zuschauer lebt ihre Gefühle regelrecht mit. Unterstützt wird die Geschichte sehr professionell mit Lichteffekten (Großstadt, Lichtreklame etc.) und einer eindrucksvollen Hintergrundmusik der 30er Jahre, die von Detlef Stellbaum treffend eingespielt wird. (Text: W. Bissinger)

 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt . . .: So wars 

S’Engelsche hat gelesen. Mit einem weiteren Highlight endete am vergangenen Donnerstag die Veranstaltungsreihe “Theader im Rathaus” in Harxheim. S`Pälzer Engelsche alias Anja Kleinhans las 20161208-bfb_engelche-001bekannte und weniger bekannte, heiter vergnügliche, besinnliche und hintersinnige Gedichte und Geschichten zur Advents- und -Weihnachtszeit vor. Musikalisch umrahmt wurden die Vorträge von Ulrike Albeseder mit Oboe und Blockflöte. Die Veranstalter, “Bürger für Bürger e.V.”, versüßten den Abend mit einer Begrüßungs-Tasse Punsch oder Glühwein und leckerem Weihnachtsgebäck.

Der Reigen der Weihnachtsgeschichten wurde von Loriot’s Gedicht “Advent” eröffnet, in dem mit warmherzig-weihnachtlichen Reimen 20161208-bfb_engelche-002der brutale Mord am Förster bis im Detail beschrieben wird. Das Gleichnis “Jakob und die 7 Räuber” von Madonna, in dem ein Weg zur Öffnung des Himmelstors beschrieben wurde, regte dann eher zum nachdenken an, ebenso wie das Stück “Heiligabend” (Lutz Rathenow). Einen vollen Lacherfolg landete Kleinhans dann mit der Geschichte um ein botanisches Spektakel: “Ännah, de Baam noodlt”” (“Erna, der Baum nadelt”, von Robert Gernhardt). Das im Original mit norddeutschem Dialekt gesprochene Stück wirkte in 20161208-bfb_engelche-005der von Anja Kleinhans vorgetragenen “muttersprachlichen” (südpfälzischen) “Übersetzung” deutlich uriger. “Da geht die Fantasie mit mir durch . . . ” kommentierte Kleinhans, als sie die Lesung aufgrund der Lach-Salven des Publikums unterbrechen musste. Besinnlicher und tiefgründiger ging es nach der Pause weiter mit Geschichten von Kästner, Michels, Tolstoj und Hüsch. Geschichten von Reich und Arm, vom teilen und vergeben.

Kleinhans dankte anschließend allen Helferinnen und Helfern von “Bürger für Bürger e.V., die vor, während und nach der Veranstaltung fast unbemerkt agieren. Einen besonderen Dank richtete Anja Kleinhans an Walter Bissinger, der als Vorsitzender des Vereins “Bürger für Bürger e.V.” die Veranstaltungsreihe “Theader im Rathaus” eingeleitet hatte. Ihm widmete Sie – mit offensichtlichem Hintergrund – die Zugabe “Der Mann, der nie zu spät kam” (Paul Mahr).

Als letzte Veranstaltung im und um das Harxheimer Rathaus findet am Samstag, dem 17.12.2016 ab 17:00 Uhr der “Weihnachtstreff” statt. Man trifft sich bei Glühwein, Kinderpunsch, Saumagenbrötchen und Würstchen. Eine Märchenstunde für Kinder und weihnachtliche Blasmusik runden das Programm ab. Einzelheiten unter www.bfb-zellertal.de.

 

Love Letters: So war’s 

Über die Liebe. Was ist nicht alles über sie geschrieben worden. So viele Geschichte, so viele Worte. Über die Liebe. Auch Albert Ramsdell Gurney hat über sie geschrieben, ein Theaterstück, das 1988 uraufgeführt wurde. Über die Liebe. Am Donnerstagabend haben Anja Kleinhans und Christian Birko-Flemming das Stück „Love Letters“ auf ihre Weise interpretiert und haben dem ausverkauften Haus im Harxheimer Rathaus eine Geschichte erzählt. Über die Liebe.

„Love Letters“ erzählt die Geschichte von Andy und Melissa. Eigentlich geht es mehr um das Auf und Ab des Lebens, um menschliche Schicksale, um Gefühle. Immer wieder fragt sich der Zuschauer, ist es nun Liebe zwischen img_1008den beiden oder nicht? Anja Kleinhans und Christian Birko-Flemming schaffen es auf eindrucksvolle Weise, die Briefe lebendig zu machen. Gesten und viel Mimik, aber vor allem die Emotionen in der Stimme zeigen klar, wie sich Andy und Melissa fühlen. Da wird mal fast nur geflüstert, dann geschrien, oft gelacht, es fällt das ein oder andere sarkastische Wort. Die Briefe sind mal lang und ausführlich, dann wieder nur ein kurzer Gruß aus einem Urlaub. So bleibt dem Publikum, das wie gebannt dem Schauspiel folgt, auch viel Platz für eigene Interpretationen.

Einen besonderen Effekt erzielen Kleinhans und Birko-Flemming durch das Licht. Ein Regler an den Tischen, von denen aus sie vorlesen, lässt mal den einen, mal den anderen, mal beide im hellen Licht erstrahlen und so in den Vordergrund rücken, je nachdem, wie es am besten zu der Szene passt. Den 40 Zuschauern, die sich im ausverkauften Harxheimer Rathaus eingefunden haben, macht das Stück auf jeden Fall viel Spaß, auch, da es oft lustige Passagen gibt, die zum Lachen und zum Schmunzeln anregen. Harxheim ist seit diesem Jahr Außenstelle des Theater Freinsheim, das Kleinhans seit zehn Jahren leitet. Der Verein Bürger für Bürger lädt die Schauspielerin fast jeden Monat ein, um alleine oder mit Gästen eine Darbietung ihrer Künste zu geben. (Text und Foto: Lea Ochßner)

Red du mir von Liebe: So war’s 

Eine lebhafte “Vorführung” eines Ehekrachs erlebten die Besucher des “Theader im Rathaus” in Harxheim am vergangenen Donnerstag. Wieder mal vor ausverkauftem Haus begrüßte zunächst Annamaria Kabs im Namen von “Bürger für Bürger” die Zuschauer und eröffnete damit die “Rathaus-Saison 2016/2017″. Dann hieß es: Bühne frei für den Ehekrach.

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Das Bühnenbild
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Zur Geisterstunde fing’s an
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Während er schon aggressiv ist . . .
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. . . ist sie noch auf “L.m.a.A.”

Aus gegenseitigen – eher leisen – Sticheleien und ironischen Bemerkungen werden schnell verbale Angriffe unter der Gürtellinie, handfeste Beleidigungen. Respekt- und pietätlose Dialoge erfüllt von Trotz, Abneigung bis hin zum Hass, getrieben von Eifersucht und Neid, eskalieren in offene Gewalt.

Die schauspielerische Leistung von Anja Kleinhans und Christian Birko-Flemming runden das meisterhafte Stück von Philipppe Claudel ab. Durch eindeutige Mimik und Gestik fühlt das Publikum zu jedem Zeitpunkt, was “das Stündlein geschlagen hat”. Leise Sticheleien bis hin zum hasserfüllten Geschrei reißen die Zuschauer in der “Achterbahn der Gefühle” mit.

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Mit lang anhaltendem Applaus würdigte das Publikum die Darbietung. Auch auf der Bühne “Theader Freinsheim” sind alle Vorstellungen dieses Stücks bis zum Jahresende bereits ausverkauft.

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Das Programm und weitere Einzelheiten zum “Theader Freinsheim” findet man hier: TheaderFreinsheim

 

Emmas Glück vor ausverkauftem Rathaus!

Auch mit dem vorletzten Stück vor der Sommerpause gelang Anja Kleinhans im “Theader im Rathaus” eine Punktlandung. Vor ausverkauftem Haus riss sie das Publikum mit sich durch alle Höhen und Tiefen des tragisch-komischen Stücks nach einem Roman von Claudia Schreiber. Wie in den vorangegangenen Stücken schafft es der Schauspiel Profi, selbst mit minimalem Bühnenbild die Situation und Szenen klar zu beschreiben. Lediglich ein Melkschemel, eine Bretterwand, eine Zinkwanne, zwei Maiskolben und ein blauer Scheinwerfer als Polizeiauto schmückten eine Ecke im Rathaus. Ulrike Wilhelm bediente im Hintergrund die Technik.

Emma, eine eigenwillige Bäuerin, lebt nach schwerer Kindheit seit Jahren alleine auf einem Bauernhof und sieht der Zwangsversteigerung entgegen. Sie muss den Hof bald verlassen.

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Eigentlich, so sagt sie, habe sie mit Geld keine Probleme. Es sind eher immer die Anderen, die mit Ihr deshalb Probleme haben. Ein Hahn und ein Eber sind die einzigen “männlichen” Bewohner auf dem Hof, der Rest der Hofbewohner sind weiblich. Und sie ist gut zu allen, auch zu den Schweinen, die sie schlachtet und dabei “glücklich erlöst”. Bei der Bewältigung einiger Defizite, die in einem “rein weiblichen Umfeld” entstehen, setzt sie auch ein altes Moped mit Unwucht im Motor ein. Eindrucksvoll und anschaulich schildert sie, wie “befriedigend” die Fahrt auf dem vibrierenden Sattel der “Zündapp” ist. Dennoch wünscht Sie sich heimlich einen Mann, da mit den Männern im Dorf – Einschließlich Henner, dem Dorfpolizisten – nicht wirklich viel anzufangen ist.

Scheinbar wurden ihre Gebete erhört, ein Unfall wirft ihr den todkranken Max vor die Füße, bewusstlos und verletzt aber mit einer Tasche voller Geld. “Den schickt der Himmel, aber leider ist der beim Transport kaputt gegangen”. Liebevoll päppelt Sie Max wieder auf und täuscht vor, dass das Geld im Auto verbrannt sei. Wieder bei Kräften bringt Max zwar Ordnung in Emma’s Küche, aber Unordnung in ihr Leben.

SONY DSCZwei Welten prallen aufeinander: Der todkranke Stadtmensch Max, der Hähnchen nur aus dem Gefrierfach kennt, und die mannstolle Emma, mit ihren Tieren aufgewachsen ist und nie eine Stadt gesehen hat. Schließlich muss sie den todkranken Max, der sehr unter seiner Krankheit leided, von seinen Qualen liebevoll erlösen, wie sie das auch mit ihren lieben Schweinen macht. Dann verlässt sie – mit dem Geld – den Hof.

Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus für die gelungene Vorstellung. Mit der Vorstellung “Mein Lebtag” am 12.5. verabschiedet sich Anja Kleinhans in die Sommerpause. Ab Oktober sind neue Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit “Bürger für Bürger” geplant. Einzelheiten werden in der Presse mitgeteilt oder können unter www.bfb-zellertal.de nachgelesen werden. (hjh)

20160421 Plakat Emmas Glück Harxheim

Mehr zu “Emma’s Glück” finden Sie hier

20160317 Plakat Schädelstätte

Zum Stück:

Schädelstätte – Oder die Bekehrung der Heiligen Maria

Das letzte Gespräch der Mutter Maria mit ihrem Sohn Jesus am Kreuz.

- von Andreas Erdmann -

Die heilige Jungfrau Maria Mutter Gottes – Das ist schon ein Wort!

Wie können wir uns heute eine solche Maria vorstellen? Steckt hinter dem ganzen Titel und der ganzen Rolle auch noch ein Mensch, eine ganz `normale´ Mutter?

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Nehmen wir doch einmal die Situation kurz vor Jesus Tod, als er am Kreuz hängt. Wie geht die Mutter Maria damit um? Wie lässt sich der Glaube, dass dieses enorme Leid des Sohnes einen göttlichen Sinn hat, in der Realität noch leben?

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Dieses Stück schildert eine letzte Unterhaltung zwischen Maria und ihrem gekreuzigten Sohn. Dabei zeigt sie sich auf geradezu absurde Weise als vollkommen irdische Mutterfigur, die von ihrem göttlich ambitionierten Sohn überfordert ist. Jesus „unbürgerliche“ Lebensweise, sowie sein besonderer Freundeskreis sind ihr nicht nur suspekt, sondern auch der Beweis ihrer misslungenen Erziehung. Doch Jammern hilft nicht, jetzt muss gehandelt werden und so versucht sie auf ihre ganz eigene Art, den Sohn von seinen Todesqualen und damit auch sich von ihren eigenen (Glaubens-) Qualen zu befreien… (Text und Fotos: Theader Freinsheim, Anja Kleinhans)

Regie: Uli Hoch, Spiel: Anja Kleinhans

Der Eintritt kostet 15 Euro, Einlass in den Theaterraum ist ab 19 Uhr, um Vorreservierung bei „Bürger für Bürger“ Harxheim unter walter.bissinger@bfb-zellertal.de oder Tel.06355-1206 wird gebeten.

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Januar 2016

“Theader-Premiere” im Rathaus voller Erfolg!

Mit tosendem Beifall endete die Vorführung “De kläne Prinz” im Historischen Rathaus in Harxheim. Die ausverkaufte Gastvorstellung des “Theader Freinsheim” begeisterte das Publikum und bewies selbst auf kleinstem Raum wirkliche Größe. Wieder einmal konkurriert der Boden im Harxheimer Rathaus mit den “Brettern, die die Welt bedeuten”. Statt eines pompösen Bühnenbildes begnügten sich die Darsteller mit drei blau-gelb bemalten Aufstellern, zwei Stühlen und einem Sandkasten, indem später auch eine Stoff-Schlange “wohnen” durfte.

Saint-Exupèry mit Pfälzer Zungenschlag

“De kläne Prinz”, abwechselnd dargestellt von Christian Birko-Flemming und Anja Kleinhans, vermittelt mit lustigen Geschichten Ansichten über Werte und Prioritäten.  Wie wichtig ist es zu wissen, ob ein Schaf auf Asteroid B612 die Rose trotz Dornen nun gefressen hat oder nicht? Was bedeutet es, Zeit zu haben? Was bedeutet Freundschaft? Die Darsteller spielten dabei mit den Emotionen des Publikums. Es wurde laut, dann wieder besinnlich leise, mal hektisch, mal nachdenklich ruhig. Dabei wurde das Publikum auch aktiv eingebunden, mal als Echo, mal um die verteilten Kerzen zu halten und auszublasen, wie der Auftrag in einer Geschichte des kleinen Prinzen lautete. Das “innere Licht” sollte man aber brennen lassen. “Mä sieht bloß mit’m Herze gut. Was wärklisch wischtisch is, des sieh’n die Ache net”.

Diese gelungene Vorstellung war der Auftakt einer Kooperation zwischen dem “Theader Freinsheim” und “Bürger für Bürger”, vertreten von Walter Bissinger. Sieben weitere Vorstellungen sind für 2016 vorgesehen. Die nächste Vorstellung “Balladenzeit” ist am 25.2. im Historischen Rathaus Harxheim, mit Balladen, Geschichten, Gedichte und Lieder rund um die Liebe, die Freundschaft, den Mut und das Leben. Weitere Informationen im Netz unter www.bfb-zellertal.de. Hier befindet sich auch ein Link auf die Homepage und den Spielplan des “Theader Freinsheim”. Karten-Reservierungen für die Vorstellungen in Harxheim bei Walter Bissinger per eMail (walter.bissinger@bfb-zellertal.de) oder telefonisch unter 06355-1206. (hjh)

Bilder vom Abend:

20160128Theader-001Im Tiefflug über die Wüste: Das Flugzeug, hier dargestellt von Christian Birko-Flemming und Anja Kleinhans stürzt über der Wüste, hier dargestellt von einem mit Sand gefüllten Blumenkasten, ab.

20160128Theader-002“Was määnsch’n Du?” fragt de kläne Prinz die Rose, die stark genug ist, eine paar Raupen zu verkraften, weil sie Schmetterlinge will . . .

20160128Theader-003Plötzlich taucht eine Schlange auf, deren Biss tödlich sein kann. Volle Deckung!

20160128Theader-004Anja Kleinhans bedankt sich bei Walter Bissinger, Vorsitzender von “Bürger für Bürger” für die Organisation der Veranstaltung.

Fotos: Herweck

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